In dem Artikel wird in einer Schlagzeile zwar gefragt warum ausgerechnet so viele Briten unversichert wären, aber eine Antwort auf diese Frage gibt man nicht.
Eine Erklärung könnte sein, dass es auf dieser nasskalten Insel im Nordatlantik den angeblich kostenfreien National Health Service (NHS) gibt. Da hat jeder kostenfreien Zugang zur Gesundheitsversorgung. Bei dieser über- und verkommenen Einrichtung kann es beispielsweise schon mal passieren ein paar Tage auf den Sanka zu warten bis man ins Krankenhaus gefahren wird. Oder ein Jahr oder länger auf gerade noch nicht notwendige OP's zu warten. Aber so ist das eben und ein Großteil der Leute denkt überhaupt nicht darüber nach, dass dies jenseits des Kanals anders sein könnte. Kurz, es gibt über weite Bevölkerungskreise kein Bewusstsein für eine private Reisekrankenversicherungen. Vielleicht auch weil 80% nicht einmal einen Reisepass besitzen und ihr Leben lang die Insel nicht verlassen (was einige Europäer als Glücksfall betrachten).
Dazu kommt, dass so eine Reisekrankenversicherung in UK ein paar hundert halbe Kilo (GBP) kostet, was DACH'ler für ein paar Euro bekommen. Darüber hinaus sind britische Reisekrankenversicherer bekannt dafür eine sehr restriktive Schadenregulierung zu praktizieren. Nur ein Hauch von Verdacht auf grobe Fahrlässigkeit oder mehr und schon ist der Versicherungsschutz weg. Gleiches gilt für Vorerkrankungen, ein Begriff welcher dort sehr weitläufig ausgelegt wird.
Ich will jetzt nicht behaupten, dass dies eine wissenschaftlich ausgearbeitete Erkenntnis wäre. Sie fußt vielmehr auf 10 Jahren subjektiver Lebens- und Berufserfahrungen auf dieser Insel.