Da bin ich ja gespannt mit wem die Thailänder das diskutieren wollen. Zum Ersten steht China nach wie vor auf der Liste der 93 Ländern für eine 60+30 visafreie Einreise und die 30 Tage sind einem bilateralen Abkommen mit China festgeschrieben.
Fakt ist leider, dass Flugtickets nach Corona massiv teurer geworden sind. Wenngleich das alleinreisende, alte, weiße Männer wohl eher weniger belasten dürfte, sind die eigentliche Zielgruppe Familien, insbesondere mit Kindern allein davon schon abgeschreckt genug in einen Flieger zu einer Fernreise nach Thailand zu betreten.
Dazu die politische Großwetterlage mit den Kriegen in Europa (Ukraine/Russland) und Nahen Osten (Israel/Gaza/Palästina/Iran), ergänzend die zumindest wirtschaftlichen Unsicherheiten durch das erratische Verhalten eines US Präsidenten, u.a. mit seinem Zoll-Krieg gegen den Rest der Welt fördern vermutlich nicht unbedingt die Reiselust, zumindest nicht zu einer Fernreise. Dass man sich jetzt hier auch noch einen Grenzkonflikt mit Kambodscha leistet der ganz schnell zu einer kriegerischen Auseinandersetzung ausarten könnte, dürfte genauso wenig hilfreich sein Thailand als Destination in Betracht zu ziehen.
Genauso hausgemacht die mehr oder weniger öffentlich ausgetragenen Diskussionen über alle möglichen Veränderungen im Visa-Bereich. Schon klar, dass es ein bisschen kompliziert ist, wenn man sich so viele verschiedene Visa-Arten leistet, dass man 76(!) Seiten einer Power-Point-Präsentation braucht um diese wenigstens ansatzweise zu beschreiben. Da wird es natürlich schon kompliziert dieses auf einen halbwegs vernünftigen und nachvollziehbaren Umfang zu reduzieren ohne gleich das Bad mit dem Kinde auszuschütten. Ob da der derzeit noch amtierende Innenminister Anutin der Richtige sein könnte wäre vermutlich diskussionsfähig. Zumindest ist er nicht gerade als Ausländerfreund bekannt, insbesondere gegenüber Farangs schon mal böse auffällig geworden. Trotzdem gehört es zu seiner Agenda das gesamte Visa-(Un-)Wesen unter seine alleinige Kontrolle zu bringen. Aber wenigstens hier gibt es aktuell ein bisschen Hoffnung, dass sich etwas an der Spitze des Innenministeriums ändern könnte. Aber man sollte nicht zu viel verlangen, vielleicht ist es schon genug, dass sich die immer wieder auftauchende Gerüchte über eine erneute Übernahme durch das Militär als nichts weiter als Schall und Rauch in Luft auflösen.