In der journalistischen Praxis ist es üblich und fachlich korrekt, Einschränkungen bei der Quellenlage bei jedem einzelnen Beitrag kenntlich zu machen. Dies gilt insbesondere für Berichte über militärische Konflikte, deren Informationen häufig auf offiziellen Verlautbarungen, Social-Media-Inhalten oder Sekundärquellen beruhen.
Auch nach thailändischem Medien- und Presserecht ist die transparente Kennzeichnung von Quellen und der Hinweis auf eine eingeschränkte Überprüfbarkeit ein anerkannter Standard journalistischer Sorgfalt. Viele Medien setzen solche Hinweise bewusst unter jeden betroffenen Text, um Missverständnisse zu vermeiden und die Einordnung für Leser eindeutig zu halten.
Ein weiterer praktischer Grund: Inhalte werden regelmäßig von anderen Blogs, Webseiten oder sozialen Plattformen übernommen oder auszugsweise zitiert. Befindet sich der Hinweis direkt im Artikel, bleibt er auch bei einer Weiterverbreitung oder Teilkopie erhalten und geht nicht verloren.
Um dennoch eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten und Wiederholungen zu vermeiden, hat sich die Redaktion entschieden, diesen Hinweis nun zentral und gut sichtbar am Anfang der militärischen Berichterstattung zu platzieren. Der inhaltliche Anspruch an Transparenz und journalistische Sorgfalt bleibt davon unberührt.